Bodengeothermie
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Begriff
Unter dem Begriff Bodengeothermie versteht man die Gewinnung von Wärmeenergie aus Böden. Dabei wird die Fähigkeit der Böden ausgenutzt, Wärme zu speichern, welche vorwiegend im Sommerhalbjahr von den Böden aufgenommen wird. Sowohl die Wärmestrahlung der Sonne als auch der Wärmeinhalt des Regenwassers führen den Böden Wärme zu.
Technik
| In den letzten Jahren erlangte die Technik zur Wärmegewinnung aus Böden ihre Praxisreife.
In einer Tiefe, die der winterliche Bodenfrost nicht mehr erreicht, werden Leitungssysteme in den Boden eingebracht, welche dem Boden Wärme entziehen. Diese werden als Erdkollektoren bezeichnet. Die auf diese Weise gewonnene Wärme wird mit Hilfe von Wärmepumpen wieder freigesetzt und dem Heiz- und Warmwassersystem des Hauses zugeführt. |
Vorteile
Die Nutzung der bodengebundenen Wärme ist eine Technologie mit günstiger Kohlendioxid-Bilanz.
Außerdem eignen sich Erdkollektoren zur Wärmegewinnung in Wasser-schutzgebieten, da keine tiefen Bohrungen notwendig sind.
Vor dem Hintergrund der Kostenentwicklung fossiler Energieträger erlangen Bodengeothermieanlagen größere Bedeutung
Nutzung bodenkundlicher Daten
| Die Kenntnis der bodengeologischen Verhältnisse ist für die Planung von Bodengeothermieanlagen von hoher Bedeutung da die Größe von Erdkollektoren den Bodenverhältnissen angepasst sein muss. Bodenkarten eignen sich gut als Planungsgrundlage für betreffende Anlagen, da aus ihnen eine Vielzahl der planungsrelevanten Parameter ableitbar sind.
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